Ilke Wyludda hat 16 Jahre nach ihrem Diskus-Olympiasieg in Atlanta bei den Paralympics in London einen starken Abgang hingelegt.

Im Kugelstoßen belegte die 43-Jährige mit persönlicher Bestleistung von 10,23 m den fünften Platz. Gold holte Angeles Ortiz Hernandez (Mexiko/11,43) vor Stela Eneva (Bulgarien/11,38) und Eucharia Iyiazi (Nigeria/11,11).

Ob sie diese Leistung 2012 in Rio de Janeiro wiederholen wird, ist noch unklar. "Man weiß nie, was in vier Jahren alles passiert. Ich werde jetzt aber auf jeden Fall erst einmal weiter trainieren", sagte Wyludda.

Im Dezember 2010 hatte sich die zweimalige Europameisterin, die erst seit rund einem Jahr Parasport betreibt, im Klinikum Bergmannstrost in Halle den rechten Unterschenkel amputieren lassen müssen.

Ausgerechnet an jenem Ort, wo Wyludda heute als Anästhesistin arbeitet. Eine offene Wunde, die seit Jahren nicht richtig verheilte, hatte sich nach einer abermaligen Operation bakteriell infiziert.

Mit dem Diskus, mit dem sie 1996 in Atlanta den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert hat, hatte Wyludda trotz einer Steigerung auf 29,53 m als Neunte den Endkampf der besten Acht noch verpasst.

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