Das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Sportler bei den Paralympics in London macht eine erneute Diskussion über die Medaillen-Prämien nötig.

"Wir müssen jetzt wieder in die Finanzierungs-Diskussion einsteigen. Ich hoffe, wir kriegen das hin", sagte Deutschlands Chef der Mission Karl Quade.

Er bestätigte aber, dass die Sportler keine Einbußen hinnehmen müssen: "Wir haben die Summe zugesagt, und jetzt ist es unsere Aufgabe, zu sehen, wo wir sie herbekommen."

Schon vor den letzten beiden Wettkampftagen hatte das deutsche Team in London die Gesamtzahl der Medaillen aus Peking übertroffen, 14 Goldmedaillen aus China standen bereits am Samstagmorgen 18 in der britischen Metropole gegenüber.

Die Gesamtsumme der versprochenen Prämien überstieg damit bereits die 250.000 Euro, die zunächst im Topf der Deutschen Sporthilfe vorgesehen waren.

Vor dem Start der Spiele war die Summe für Gold von 4500 auf 7500 Euro fast verdoppelt worden. Eine Silbermedaille bei den Weltspielen der Behindertensportler soll mit 5000 Euro entlohnt werden, Bronze mit 2500 Euro.

Holt ein Athlet mehr als eine Medaille erhält er für jede Plakette ab der zweiten zwei Drittel der entsprechenden Summe.

Für die Olympischen Spielen, wo es für Gold 15.000 Euro gab, werden insgesamt 1.336.875 Euro ausgeschüttet. Diese Summe ist nahezu identisch mit den Prämien nach Peking 2008. Das Geld wird wie immer in monatlichen Raten ausgezahlt.

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