Rennrollstuhl-Sprinter Marc Schuh hat bei den Paralympics in London über 400 m trotz langer Führung eine Medaille klar verpasst.

Der 23 Jahre alte Europarekordhalter lag zwar bis rund 150 Meter vor dem Ziel an der Spitze des Feldes, beendete das Rennen nach einer schwachen Schlussphase aber in 48,42 Sekunden nur auf dem sechsten Platz.

Dabei profitierte er auch noch von der Disqualifikation des ursprünglich drittplatzierten Thailänders Saichon Konjen.

Den Sieg holte sich der Chinese Zhang Lixin (46,88) vor Kenny van Weeghel (Belgien/47,12) und seinem Landsmann Liu Chengming (47,36).

"Es ist sehr frustrierend, wenn man drei Jahre die Weltrangliste dominiert, und dann den Einlauf des Paralympics-Finales nur von hinten sieht", sagte Schuh: "Die ersten 200 Meter sahen sehr gut aus, da war ich genau da, wo ich hinwollte. Aber dann wollte ich den Turbo zünden, und er kam einfach nicht."

Die Probleme resultierten offenbar auf einem Technik-Problem. "Das hat sich schon die ganze Saison über abgezeichnet", sagte Schuh: "Wir waren uns sicher, es gefunden zu haben, aber ganz offensichtlich war es das nicht."

Seine Karriere will der Student der Kernphysik fortsetzen: "Wenn ich es finanziell gestemmt kriege, gehe ich die Operation Medaille 2016 wieder an. Dafür brauche ich aber 120.000 Euro für vier Jahre. Lottospielen wird bei mir also nun sehr angesagt sein."

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