Zwei Tage nach seinem Sieg im Zeitfahren hat der frühere Formel-1-Pilot Alex Zanardi völlig überraschend auch das Straßenrennen bei den Paralympics gewonnen.

Auf der Motorsportstrecke in Brands Hatch siegte der 45 Jahre alte Italiener nach 64 km und 2:00,32 Stunden mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Südafrikaner Ernst van Dyke.

Weitere zwei Sekunden zurück folgte der Belgier Wim Declair. Dem Cottbuser Norbert Mosandl blieb nach Silber im Zeitfahren diesmal zeitgleich mit Declair nur Rang sechs.

"Die richtige Freude wird noch kommen, wenn ich meine Freunde sehe und feiern kann. Aber dass ich dieses Rennen gewonnen habe, auf eine solch dramatische Weise, mit einem Sprint am Schluss, macht mich richtig stolz. Und es zeigt, dass ich inzwischen ein kompletter Radfahrer bin. Auch wenn ich keine Beine habe", meinte Zanardi.

Er ergänzte: "Es war ein hartes Rennen, dass ich durchaus hätte verlieren können. Aber ich habe mir meine Kräfte sehr gut eingeteilt."

Seine Taktik habe er "nach vier Runden komplett über den Haufen werfen" müssen, erklärte er weiter: "Zwei sehr starke Niederländer haben zusammengearbeitet. Ich habe nach Verbündeten gesucht, aber das hat nicht geklappt. Aber ich bin einfach ruhig geblieben und habe mir selbst vertraut."

Zanardi erklärte: "Bergauf wurde ich immer wieder überholt, bergab habe ich dann immer zurückgeschlagen. So blieb ich bis zum Schluss dran."

Weiterlesen