Handbikerin Andrea Eskau hat bei den Paralympics in London ihre Extraklasse unter Beweis gestellt und überlegen ihre zweite Goldmedaille gewonnen.

Zwei Tage nach ihrem Sieg im Zeitfahren siegte die für Magdeburg startende Eskau auf der Motorsportstrecke in Brands Hatch nach 1:31:05 Stunden mit einem Vorsprung von 10:16 Minuten auf ihre nächsten Verfolgerinnen auch im Straßenrennen.

Die Hamburgerin Dorothee Vieth, die Zweitplatzierte des Zeitfahrens, musste sich nach 48 Kilometern im Sprintduell um Silber der Niederländerin Laura de Vaan geschlagen geben und holte Bronze.

"Über die zweite Medaille hier in Brands Hatch bin ich sehr glücklich. Nach dem Gold in Peking ist das ein weiterer Höhepunkt", sagte Eskau: "Ich habe darauf trainiert, direkt am Anfang einen guten Vorsprung herauszufahren, und das hat super geklappt. Danach konnte ich ruhig meine Zeit und Werte fahren."

Für Vieth ging es angesichts von Eskaus Dominanz ohnehin maximal um Silber.

"Nachdem Andrea bereits in der ersten Runde weit vor uns war, konnte ich mich zusammen mit der Niederländerin absetzen", sagte sie zufrieden: "Wir sind sehr fair gefahren, und ich freue mich wirklich über die Bronzemedaille."

Eskau hatte 2008 in Peking bereits im Gold im Straßenrennen gewonnen, bei den Winterspielen in Vancouver 2010 holte die 41 Jahre alte Diplom-Psychologin Silber im Langlauf und Bronze im Biathlon.

Weiterlesen