Heinrich Popow hat seinen Ruf als Gold-Favorit über 100 m bei den Paralympics in London untermauert.

Der oberschenkelamputierte Leverkusener, der den Sieg ohne Wenn und Aber als Ziel ausgegeben hat, lief in 12,43 Sekunden die beste Vorlaufzeit.

Dabei trug der 29-Jährige am gesunden Bein den Schuh seines Freundes Aleixo-Platini Menga. Der Sprinter, der Olympia wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, hatte sie ihm als Glücksbringer mit nach London gegeben.

Auch der dreimalige Paralympics-Sieger Wojtek Czyz brachte sich für eine Medaille in Stellung.

Der Kaiserslauterer zog als Sieger seines Vorlaufs in 12,53 Sekunden in den Endlauf am Freitagabend ein und lief damit insgesamt die drittbeste Zeit.

Popow und Czyz hatten in London bereits gemeinsam Bronze in der Staffel gewonnen, zudem gewann Czyz Silber im Weitsprung und Popow Bronze über 200 m.

Über 100 m muss es für Popow aber Gold sein, "unbedingt. Und wenn es nicht klappt, dann muss man mich behandeln wie jeden anderen auch", hatte er zuvor erklärt:

"Ich fordere Respekt und Anerkennung, aber das heißt auch, dass ich kein Mitleid und keinen Artenschutz brauche, nur weil ich behindert bin. Wenn ich den Mund zu weit aufreiße, und es geht schief, dann muss ich auch auf die Fresse kriegen."

Weiterlesen