Die Absage des abschließenden Rennens in Weymouth wegen mangelnden Windes hat den deutschen Seglern bei den Paralympics vorzeitig zwei Silbermedaillen beschert.

Heiko Kröger aus Jersbek bei Hamburg in der 2.4mR-Klasse und die Berliner Sonar-Crew mit Jens Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka behielten ihre zweiten Plätze.

"Die Engländerin Helena Lucas war bei diesen Bedingungen ohnehin kaum zu schlagen", sagte der 46 Jahre alte Kröger, der 2000 in Sydney Gold gewonnen hatte: "Und meine Gegner hinter mir lagen dicht auf und waren brandgefährlich."

Das umfangreiche Hochdruckgebiet über dem Ärmelkanal hatte schon während der gesamten Regatta für überwiegend leichte Winde gesorgt.

Zum Abschluss aber dominierte die Flaute vollends. Die deutschen Olympia-Segler hatten vor vier Wochen kein Edelmetall gewonnen.

Für Kroker, der in Sao Paulo in Brasilien lebt und in den vergangenen Monaten ständig nach Berlin zum gemeinsamen Training flog, und seine Mannschaft ist es nach dem sensationellen Gold vor vier Jahren im chinesischen Qingdao bereits die zweite Medaille.

In der ewigen Bestenliste der Paralympics bleibt Deutschland mit zwei Gold- und drei Silbermedaillen damit beste Nation. Nachdem der Segelsport 1996 in Atlanta zunächst ein Demonstrationswettbewerb der Paralympics war, gehört er seit Sydney zum Programm.

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