Radsportler Hans-Peter Durst hat bei den Paralympics in London 23 Tage nach einem schlimmen Unfall überraschend die Silbermedaille im Zeitfahren gewonnen.

Auf der Rennstrecke in Brands Hatch musste sich der 53-Jährige lediglich der Australierin Carol Cooke beugen, dafür verwies er Lokalmatador David Stone auf den Bronzerang.

Der Start von Durst bei den Paralympics war lange fraglich gewesen, nachdem der Weltmeister am 13. August bei einer Trainingsfahrt in Dortmund von einem alkoholisierten Radfahrer umgefahren worden war. Dabei war der linke Daumen abgerissen worden, an der rechten Hand hatte Durst drei Brüche davongetragen.

"Wir haben hier alle ein Handicap, ich hatte heute eben ein bisschen mehr, als ich sonst hatte. Aber hier fahren Sportler mit einem Arm", sagte der tapfere Dortmunder:

"Vor dem Unfall wäre die Strecke wie für mich gemacht gewesen. So habe ich gedacht, dass nicht mehr als der fünfte Platz möglich wäre. Deshalb bin ich sehr zufrieden."

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