Zweimal Gold, kein Silber, zweimal Bronze: Nach dem Mess-Skandal im Diskuswurf der Frauen hat das Internationale Paralympische Komitee (IPC) ein salomonisches Urteil getroffen.

Mit drei Tagen Verspätung bekam die Chinesin Qing Wu am Montag die Goldmedaille überreicht. Die zunächst als Siegerin auserkorene Ukrainerin Marija Pomasan, die sich geweigert hatte, das ihr übergebene Gold herauszurücken, durfte ihre Medaille ebenfalls behalten.

Gleiches galt für den Bronzerang: Die zunächst als Dritte geführte Jiongyu Bao behält ihre Plakette, die Australierin Katherine Proudfoot bekommt zusätzlich eine.

Dennoch standen bei der nachgeholten Siegerehrung am Montag nur zwei Athletinnen auf dem Podest, Proudfoot und Wu. Pomasan, die auch Gold im Kugelstoßen gewonnen hatte, und Bao waren ferngeblieben.

Das IPC hatte die Siegerehrung am Freitag schon offiziell durchgezogen. Mit sechs Stunden Verspätung wurde das Ergebnis korrigiert, weil der Computer angeblich die Weiten in der zusammengelegten Klasse falsch umgerechnet hatte.

Pomasan und Bao sollten ihre Medaillen zunächst herausrücken. Die Siegerehrung wurde zunächst auf Samstag neu angesetzt, dann aber kurz vorher ohne Angabe von Gründen auf unbestimmte Zeit verschoben.

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