Der dreimalige Paralympics-Champion Michael Teuber beendet aus Frustration über das Klassifizierungssystem seine Karriere auf der Bahn, dem Straßenradsport bleibt er allerdings treu.

"Ich hatte eine fantastische Zeit. Aber die Wettkämpfe in London haben gezeigt, dass ein Wandel stattgefunden hat. Ich sehe für mich keine Chance mehr, zu gewinnen", sagte Teuber bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Paralympics in London.

Der Münchner kritisierte, dass wegen einer Umstrukturierung der Klassen Athleten mit unterschiedlichen muskulären Voraussetzungen gegeneinander antreten, wodurch keine Chancengleichheit mehr gewährt sei.

Dadurch seien im Londoner Velodrome die Weltrekorde pulverisiert worden, sagte Teuber, der nach einem Autounfall 1987 unterhalb des Kniegelenks gelähmt ist.

Teuber, der Ende 2010 den Kilimandscharo bestiegen hatte, belegte bei den größten Paralympics der Geschichte in der Einer-Verfolgung über 3000 m den vierten, im Zeitfahren über 1000 m den 19. Platz.

Dagegen seien die Voraussetzungen für eine Medaille auf der Straße weiter gegeben. "Ich werde voll angreifen und hoffe auf Gold", sagte er vor dem Zeitfahren in Brands Hatch am Mittwoch. Einen Tag später nimmt Teuber dann noch das Straßenrennen in Angriff.

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