Die deutschen Weitspringerinnen haben bei den Paralympics in London die Medaillenränge verpasst.

Die linksseitig unterschenkelamputierte Katrin Green (Leverkusen) landete beim Sieg der Australierin Kelly Cartwright als beste Vertreterin des Deutschen Behindertensportverbandes (DSB) auf dem fünften Rang.

"Es war einfach genial, hier dabei zu sein", sagte Green. Ihre Teamkollegin Vanessa Low wurde Sechste, die Rostockerin Jana Schmidt hatte als 14. das Finale der besten Acht verpasst.

Weil bei dem Wettkampf mehrere Klassen gegeneinander antraten, wurden die Weiten aus Gründen der Vergleichbarkeit in Punkte umgerechnet. "Da wird viel kaputt gemacht", sagte Low und verwies auf die ihrer Meinung nach ungerechten Umrechnungstabellen.

Die 22-Jährige gestand allerdings auch ein, dass sie weit unter ihren Möglichkeiten geblieben ist. "Es waren Kleinigkeiten. Die letzten zehn Prozent haben gefehlt", sagte die Freundin von Weitsprung-Sieger Markus Rehm.

"Er hat mir den Tipp gegeben, dass ich das ganze genießen soll", sagte Low.

Die beidseitig Oberschenkelamputierte wird wie Rehm von der früheren Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius trainiert.

Die 40-Jährige habe die Fehler ihres Schützlings zwar erkannt, sagte Low. Aber wegen der Aufregung, könne man diese nicht so einfach abstellen.

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