Nach der peinlichen Kampfrichter-Posse um Sprinterin Claudia Nicoleitzik hat Friedhelm Julius Beucher deutliche Kritik geübt.

"Eigentlich darf so etwas nicht sein", sagte der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS):

"Das sind die Weltspiele des Behindertensports, da muss ich anständige Kampfrichter erwarten können. Aber deren Qualität ist anscheinend nicht durchgängig die allerbeste. Ein bisschen Sachverstand muss schon vorhanden sein."

Nachdem es schon bei Olympia peinliche Possen um die deutsche Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf und Hammerwerferin Betty Heidler gegeben hatte, setzten die Kampfrichter beim 200-m-Finale noch einen drauf.

Zunächst disqualifizierten sie fälschlicherweise die als Vierte ins Ziel gekommene Nicoleitzik, dann die falsche von beiden Argentinierinnen, schließlich die richtige und am Ende des Tages einfach beide. Die 22 Jahre alte Nicoleitzik gewann schließlich Bronze.

"Gott sei Dank gab es trotz des Tohuwabohus am Ende ein faires und richtiges Ergebnis. Das war keine geschenkte Medaille für Claudia, sondern eine sportlich hochverdiente", sagte Beucher, der die vorherigen "Teile des Dramas" auch Stunden danach noch nicht verstand:

"Dass die Argentinierin Claudia blockiert hat, war für jeden Laien sichtbar. Vertreter aller Nationen haben auf der Tribüne den Kopf geschüttelt angesichts solch einer offensichtlichen Ungerechtigkeit."

Weiterlesen