Der zweimalige Paralympics-Gewinner Jochen Wollmert und Athen-Sieger Holger Nikelis stehen bei den Spielen in London vor dem Gewinn ihrer nächsten Goldmedaillen im Tischtennis.

Der Solinger Wolmert, der bereits in Sydney 2000 und Peking 2008 triumphiert hatte, zog mit einem hart umkämpften 3:2 gegen Michailo Popow aus der Ukraine ins Finale am Sonntag (18.15 Uhr MESZ) gegen den Briten William Bailey ein.

"Ich kann es noch gar nicht in Worte fassen. Ich habe der Nummer eins geschlagen und ihm die erste Niederlage des Jahres beigebracht", sagte Wollmert: "Es ist ein Traum, dass ich im Finale gegen einen Briten spiele. Die Atmosphäre wird grandios sein. Aber ich habe schon in Peking gegen einen Chinesen im Endspiel gestanden und ebenfalls gewonnen."

Der querschnittsgelähmte Kölner Nikelis erreichte durch ein 3:0 gegen den Briten Pat Davies das Endspiel seiner Klasse und hat damit mindestens Silber sicher.

Um Gold kämpft er am Montag um 12. 45 Uhr MESZ im Finale gegen den Franzosen Jean-Francois Ducay.

Dagegen haben Stephanie Grebe und Thomas Schmidberger das Endspiel verpasst.

Die 24-Jährige aus Neumünster, der beide Hände und der rechte Unterschenkel fehlen, verlor in der Vorschlussrunde gegen die Ukrainerin Antonina Chodsinska mit 0:3. Ihre Gegnerin im Kampf um Bronze ist am Montag um 12.00 Uhr MESZ in Julia Klimato eine weitere Ukrainerin.

Trotz des verpassten Finals erhielt Grebe ein Sonderlob von Deutschlands Chef de Mission Karl Quade: "Sie ist das Küken der Mannschaft, aber wenn man sie spielen sieht, geht einem das Herz auf."

Der 20 Jahre alte Schmidberger aus Plattling in Bayern unterlag dem Serben Zlatko Kessler mit 0:3. Sein Spiel um Platz drei und damit Bronze gegen den Franzosen Florent Merrier steigt bereits am Sonntagmorgen um 11.15 Uhr MESZ.

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