Der frühere britische Behindertensportler Stuart Brae hat das englische Paralympics-Team zur Unterstützung des Protests gegen Sponsor Atos und dessen Einfluss auf die Förderung behinderter Menschen gedrängt.

"Paralympioniken haben die Verantwortung, zu verstehen, wie sich das Leben für andere behinderte Menschen anfühlt, und sich für die Rechte von Behinderten auszusprechen", sagte der 54-Jährige.

Das französische IT-Unternehmungen überprüft im Auftrag des britischen Arbeitsministeriums, den Grad der Arbeitsfähigkeit eines Antragstellers auf staatliche Unterstützung.

Die Untersuchungsergebnisse dienen als Grundlage für die finanzielle Förderung behinderter oder kranker Menschen durch den Staat. Zuletzt war es durch neue Prüfungen zu Streichungen gekommen.

"Ich würde gerne sehen, dass jemand mit einem Black-Power-Gruß wie in Mexiko Farbe bekennt oder auf andere Weise protestiert", sagte Brae.

Bei den Sommerspielen 1968 hatten die Afroamerikaner Tommie Smith und John Carlos bei der Siegerehrung des 200-m-Finals mit schwarzbehandschuhter und empor gereckter Faust gegen die Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung in den USA protestiert.

Brae wisse allerdings auch, dass viele Sportler Angst hätten, bei Kritik an dem Unternehmen aus der Mannschaft zu fliegen.

Am Freitag hatten zahlreiche Behinderte vor der Atos-Niederlassung in London gegen den Dienstleister, der für den Regierungsauftrag 110 Millionen Pfund (rund 138,8 Millionen Euro) kassiert, demonstriert.

Nach Angaben von Firmensprecherin Molly Solomons hatte der Krebstod von Cecilia Burns, der kurzzeitig die Förderung gestrichen wurde, die Aktion ausgelöst. Auch vor dem Arbeitsministerium war es zu Protesten gekommen.

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