Der viermalige Paralympics-Sieger Wojtek Czyz hat seine Kritik am Prämien-System bei Olympia und den Spielen der Behindertensportler konkretisiert.

"Mir geht es gar nicht um das Geld. Es geht einfach nur um die Anerkennung und darum, dass alle dasselbe bekommen. Wenn alle 2000 Euro bekommen würden, wäre es okay", sagte der 32-Jährige.

Wohin Czyzs Vorwurf zielt, ist dagegen klar: "Die arme Sporthilfe bemüht sich, aber sie ist eben eingeschränkt. In anderen Ländern übernimmt der Staat die Prämienvergabe."

Nachdem die Prämien für Paralympics-Gold im Vorfeld der Spiele in London von 4500 auf 7500 fast verdoppelt und damit auf die Hälfte des Geldes für einen Olympia-Sieg angehoben worden waren, hatte Czyz in der "Bild"-Zeitung gesagt:

"Das können sie sich sparen, solange es nicht 15.000 Euro sind. Eine Erhöhung ist keine Anerkennung für unsere Leistungen. Da hätten sie das Geld besser gespart und woanders eingesetzt."

Immerhin: Durch die Erhöhung der Prämien bekam Czyz nun 5000 Euro für Silber im Weitsprung - und damit 500 Euro mehr als für Gold 2008 in Peking. Damals waren Oberschenkel- und Unterschenkel-Amputierte allerdings noch nicht in einer Klasse angetreten.

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