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Dem russischen Eiskunstlauf-Star Jewgeni Pluschenko droht nach seinem Verzicht auf einen Einzelstart bei den Olympischen Winterspielen sogar das Aus für alle Wettbewerbe in Sotschi.

Wie der russische Verband am Donnerstag erklärte, sei nach den Regeln sowohl für die Einzelkonkurrenz als auch für den Teamwettbewerb derselbe Sportler vorgesehen.

"Nicht alle Sportler kennen die genauen Regeln", sagte Generaldirektor Walentin Pisejew.

Er betonte allerdings auch, dass über die endgültige Nominierung erst nach der EM im Januar in Budapest entschieden werde. Pluschenko habe zudem "aus den Emotionen heraus gesprochen".

Pluschenko, dreimaliger Weltmeister und Olympiasieger von 2006, hatte am Mittwoch nach seinem enttäuschenden zweiten Platz bei den russischen Meisterschaften in Sotschi erklärt, bei Olympia nur im erstmals ausgetragenen Teamwettbewerb starten zu wollen.

Zudem sagte er auch seine Teilnahme an der EM ab.

Unterdessen scheint aber auch eine "Lex Pluschenko" möglich. Eigentlich war der Gewinner der russischen Meisterschaften als einziger Starter des Gastgeberlandes im Einzelwettbewerb vorgesehen.

Damit wäre der erst 18-jährige Maxim Kowtun sowohl im Einzel als auch im Teamwettbewerb für die Spiele gesetzt.

Der Ersatzmann darf nur für den Fall einer Verletzung eingesetzt werden, allerdings findet der Teamwettbewerb vor dem Einzel statt.

"Jewgeni Pluschenko will an den Spielen teilnehmen. Alles wird von seiner Gesundheit abhängen", sagte Pisejew.

Pluschenko ist einer der berühmtesten Sportler in Russland und sollte zu einem der Gesichter der Olympischen Spiele werden.

In den vergangenen Monaten und Jahren hatte der 31-Jährige allerdings immer wieder mit großen körperlichen Problemen zu kämpfen.

Es wäre seine vierte Olympia-Teilnahme, 2002 und 2010 gewann er jeweils Silber.

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