Thomas Bach ist Nachfolger von Jacques Rogge als IOC-Präsident © getty

IOC-Präsident Thomas Bach hat den erneuten Selbstmordanschlag im russischen Wolgograd scharf verurteilt.

"Das ist ein verabscheuungswürdiger Anschlag auf unschuldige Menschen. Die gesamte Olympische Bewegung verurteilt gemeinsam mit mir diesen erbärmlichen Akt", erklärte Bach, "unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer."

Innerhalb von 20 Stunden hatten sich am Sonntag und Montag zwei Sprengstoffattentäter in Wolgograd, 700 Kilometer von der kommenden Olympiastadt Sotschi entfernt, in die Luft gejagt und dabei insgesamt 31 Menschen in den Tod gerissen. Die Stadt war bereits im Oktober Ziel eines Anschlags gewesen.

Bach ließ in der Mitteilung keinen Zweifel an der Sicherheit während der Olympischen Winterspiele in Sotschi (7. bis 23. Februar).

"Ich habe Präsident Wladimir Putin persönlich geschrieben und ihm und der russischen Bevölkerung unser Mitgefühl ausgesprochen, aber auch unser Vertrauen darauf, dass die Verantwortlichen sichere Spiele abhalten werden", sagte Bach, der am 10. September zum ersten deutschen IOC-Chef gewählt worden war.

Er sei sich sicher, "dass alles getan wird, um die Sicherheit der Athleten und aller anderen Teilnehmer zu gewährleisten".

Bei Olympischen Spielen kämen Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Glaubensrichtungen zusammen, auch um auf friedliche Art und Weise Diffenrenzen auszuräumen, so Thomas Bach weiter.

"Diese Unterstützung und Solidarität der internationalen Gemeinschaft macht mich zuversichtlich, dass diese Botschaft auch bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi verbreitet wird", sagte der Fecht-Olympiasieger von 1976. "Leider", so schloss Bach, "ist der Terrorismus eine globale Krankheit, aber er darf niemals triumphieren."

Im Nordkaukasus kämpfen Extremisten für die Errichtung eines islamistischen Staates. Der tschetschenische Terror-Chef Doku Umarow hatte angekündigt, die Winterspiele in Sotschi mit allen Mitteln verhindern zu wollen.

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