Michael Vesper vom DOSB gestikuliert leicht grinsend
Michael Vesper ist der Generaldirektor des DOSB © getty

Michael Vesper hat die beiden Selbstmordanschläge im russischen Wolgograd mit insgesamt mindestens 31 Todesopfern aufs Schärfste verurteilt.

Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) geht aber nach wie vor davon aus, dass Russland die Sicherheit bei den Olympischen Spielen in Sotschi (7. bis 23. Februar) und bei den Paralympics (7. bis 16. März) gewährleisten wird.

"Wir verurteilen die schrecklichen Anschläge von Wolgograd und sind in Gedanken bei allen Betroffenen. Ihnen gebührt unser tiefes Mitgefühl", sagte Vesper.

Der frühere Grünen-Politiker und kommende Chef de Mission der deutschen Olympiamannschaft in Sotschi fügte an: "Ungeachtet der abscheulichen Terrorakte gehen wir nach wie vor davon aus, dass die russischen Behörden die Sicherheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Olympischen Winterspielen und den Paralympics und des Publikums in Sotschi gewährleisten - mit der weltweit geltenden Einschränkung, dass 100-prozentige Sicherheit nie garantiert werden kann."

Der DOSB stehe wie vor allen Olympischen Spielen in engem Kontakt auch mit den deutschen Sicherheitsbehörden, "die uns auf diesem Feld beraten", sagte Vesper.

Innerhalb von 20 Stunden hatten sich am Sonntag und Montag zwei Sprengstoffattentäter in Wolgograd, 700 Kilometer von Sotschi entfernt, in die Luft gejagt. Die Stadt war bereits im Oktober Ziel eines Anschlags gewesen.

Im Nordkaukasus kämpfen Extremisten für die Errichtung eines islamistischen Staates. Der tschetschenische Terror-Chef Doku Umarow hatte angekündigt, die Winterspiele in Sotschi mit allen Mitteln verhindern zu wollen.

Weiterlesen