In Wolgograd gab es innerhalb von 20 Stunden zwei Bomenanschläge © getty

Im russischen Wolgograd hat es innerhalb von 20 Stunden zwei Bombenanschläge gegeben. Trotzdem hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) den russischen Sicherheitsbehörden im Hinblick auf die Winterspiele in Sotschi (7. bis 23. Februar) das Vertrauen ausgesprochen.

Knapp sechs Wochen vor Beginn der Spiele waren im 700 km entfernt liegenden Wolgograd bei zwei Bombenexplosionen am Sonntag und Montag insgesamt mindestens 27 Menschen getötet worden.

"Unser Beileid gilt allen, die von den Bombenanschlägen in Wolgograd betroffen sind. Leider ist der Terrorismus ein globales Phänomen, von dem keine Region ausgenommen ist, weshalb die Sicherheit bei den Spielen die oberste Priorität für das IOC ist", teilte das IOC auf SID-Anfrage mit und betonte: "Bei den Olympischen Spielen liegt die Sicherheit in der Verantwortung der lokalen Behörden, und wir haben keinen Zweifel daran, dass die russischen Behörden sie gewährleisten werden."

Nachdem sich am Sonntag eine Frau vor dem Bahnhof in Wolgograd in die Luft gesprengt hatte, wurden am Montagmorgen bei einem Sprengstoffanschlag in einem Bus offiziellen Angaben zufolge zehn Menschen getötet und zehn weitere verletzt.

Aus Ermittlungskreisen in Wolgograd verlautete, auch bei der Explosion am Montag handele es sich um ein "Attentat". Als Reaktion auf den Anschlag vom Sonntag, hinter dem Islamisten vermutet werden, hatte das russische Innenministerium bereits eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land angeordnet.

Im Oktober dieses Jahres, als Wolgograd erstmals in der jüngeren Vergangenheit Schauplatz eine Anschlags war, waren die Sicherheitsvorkehrungen in Sotschi noch einmal erhöht worden. Eine Selbstmordattentäterin riss damals sechs Menschen in den Tod, als sie sich in einem Bus in die Luft sprengte.

Im Nordkaukasus kämpfen Extremisten für die Errichtung eines islamistischen Staates. Der tschetschenische Terror-Chef Doku Umarow hatte angekündigt, die Winterspiele in Sotschi mit allen Mitteln verhindern zu wollen.

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