Russlands Sportminister Witali Mutko hat die Erwartungen an seine Sportler bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi (7. bis 23. Februar) gedämpft.

"Meiner Meinung nach ist unsere Situation im Wintersport schwieriger als bei den Sommer-Disziplinen", sagte Mutko im russischen Staatsfernsehen.

Bei den Winterspielen in Vancouver 2010 hatte Russland nur drei Goldmedaillen gewonnen und in der Nationenwertung Platz elf belegt.

Es war das schlechteste russische Abschneiden seit der ersten Teilnahme an Winterspielen 1956 in Cortina d'Ampezzo.

Mutko gab die Top 5 im Medaillenspiegel als Ziel aus.

"Es werden 98 Medaillen-Sets verliehen, in 14 Sportarten. Gerade einmal in fünf haben wir traditionell Erfolg."

In Vancouver hatten Jewgeni Ustjugow (Biathlon/Massenstart), die Biathlon-Staffel der Frauen und Skilangläufer Nikita Krijukow (Sprint) Gold gewonnen.

Für Mutko stehen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Russland sowie der langsame Fortschritt in der technischen Entwicklung dem Erfolg in Disziplinen wie dem Bobsport entgegen.

"Jede olympische Medaille ist nicht alleine das Resultat des Sportministeriums oder des Ministers", sagte Mutko. Und weiter: "Heutzutage sind die Medaillen auch die Errungenschaften eines ganzen Landes. Sie spiegeln das Niveau der sozialen und ökonomischen Entwicklung wieder. Sie sind der Entwicklungstand der Wissenschaft und Technologie."

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