Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite wird die Olympischen Winterspiele in Sotschi boykottieren.

Sie sehe "keine politische Möglichkeit, die Spiele in Sotschi zu besuchen", sagte Grybauskaite in einem Interview mit litauischen Medien in Brüssel.

Das Verhältnis zwischen der ehemaligen sowjetischen Teilrepublik und Russland ist ohnehin angespannt.

Unter anderem verhängte Moskau nach einem Streit um die Annäherung an die EU Wirtschaftssanktionen gegen Litauen.

Zuletzt hatte Bundespräsident Joachim Gauck für Aufregung gesorgt, als er ohne Angaben von Gründen ankündigte, nicht nach Sotschi zu reisen. Interpretationen, er verzichte aus Protest gegen die umstrittene Politik von Präsident Wladimir Putin und die Menschenrechtssituation in Russland auf einen Besuch in Sotschi, hat der Bundespräsident bislang nicht zurückgewiesen.

Neben Gauck verzichten auch der französische Präsident Francois Hollande und die EU-Kommissarin Viviane Reding auf eine Reise zu den Spielen.

Reding begründete ihren Schritt mit der Menschenrechtssituation in Russland.

US-Präsident Barack Obama berief möglicherweise als einen "stummen" Protest in die Delegation der USA mehrere homosexuelle Sportler.

Russland steht unter anderem wegen eines Gesetzes gegen "Homosexuellen-Propaganda" seit Monaten in der Kritik.

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