© imago

Die Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) will keine Diskriminierungen bei den Winterspielen im russischen Sotschi (7. bis 23. Februar) zulassen.

"Es gibt zahlreiche kritikwürdige Punkte. Wir werden die Spiele konstruktiv und kritisch begleiten. Ich bin mir aber sicher, dass das IOC mit Thomas Bach an der Spitze dafür sorgen wird, dass die Dinge vernünftig laufen", sagte der neue Präsident Alfons Hörmann am Mittwoch in Frankfurt/Main.

Ähnlich äußerte sich DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.

"Was zu kritisieren ist, werden wir kritisieren. Wir werden darauf achten, dass niemand diskriminiert wird. Es gilt die olympische Charta, die keine Diskriminierung zulässt", sagte Vesper.

In weiten Teilen der westlichen Welt herrscht mit Blick auf das Olympia-Gastgeberland Sorge wegen des Anti-Homosexuellen-Gesetzes und Zweifeln an demokratischen Strukturen in Russland.

Nach wie vor gilt die Vermutung, dass Bundespräsident Joachim Gauck aus diesen Gründen nicht nach Sotschi reisen wird.

"Wir hätten ihn gerne dabei gehabt. Wir wissen immer noch nicht, warum er nicht anreisen wird. Aber der Bundespräsident wird am Tag nach den Spielen die Mannschaft in München am Flugplatz begrüßen", sagte Hörmann.

Vesper geht davon aus, "dass die Bundesregierung hochrangig in Sotschi vertreten sein wird". Der Wert dieser Spiele hänge "aber nicht davon ab, wie viele Politiker daran teilnehmen."

Weiterlesen