Von 1981 bis 1999 Manager von Werder Bremen: Willi Lemke © getty

Willi Lemke, UN-Sonderberater Sport für Entwicklung und Frieden, hält einen Boykott der Olympischen Winterspiele in Sotschi für eine falsche Entscheidung.

"Wer sagt, man darf bei Olympia in Sotschi nicht antreten, weil in Russland ein Gesetz gegen Menschen mit homosexueller Orientierung beschlossen wurde, den frage ich: Habt Ihr nichts gelernt aus dem misslungenen Olympiaboykott gegen Moskau und der Revanche in Los Angeles?", sagte Lemke dem "Berliner Tagesspiegel".

Die Entscheidung von Bundespräsident Joachim Gauck, den Spielen in Sotschi fern zu bleiben, sieht Lemke nicht als Boykott an: "Das ist eine Absage, aber noch nicht mit einem Boykott gleichzusetzen, denn er rief nicht öffentlich auf, seinem Beispiel zu folgen."

Lemke warnte davor, die Olympischen Spiele zu politisieren: "Man kann nicht zulasten des Sports politische Konflikte austragen. Es ist doch viel besser, wenn Obama mit Putin redet."

Es gebe außerdem Konflikte, "in denen der Sport besser, proaktiver und direkter genutzt werden kann als in diesem Fall."

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