Thomas Bach ist seit dem 10. September 2013 IOC-Präsident
Bach wurde 1976 Olympiasieger mit der Mannschaft im Fechten © getty

IOC-Präsident Thomas Bach ist überzeugt, dass es in Sotschi trotz des umstrittenen russischen Gesetzes keine Diskriminierung von Homosexuellen geben wird.

"Die Verantwortung und der Anspruch des IOC ist es, dass die Olympische Charta Anwendung findet", sagte der 59-Jährige im "phoenix-Kamingespräch".

"Genau das haben wir mit den russischen Behörden, der Regierung, und ich habe das mit Präsident Putin besprochen, und er hat es zugesichert", fuhr Bach fort.

Dennoch betonte Bach, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) wenige konkrete Handlungsmöglichkeiten habe.

"Das IOC ist keine Weltregierung, die einem souveränen Staat vorschreiben kann, wie er seine Gesetze zu gestalten hat. Wir müssen klar sagen, dass wir dafür kein demokratisches Mandat haben", sagte Bach.

Er vertraue jedoch darauf, dass Putin dafür sorgen werde, dass es "keine Diskriminierung gibt".

Zusätzlich betonte Bach die Wichtigkeit politischer Neutralität während der Wettkämpfe in Sotschi: "Sonst verlieren die Olympischen Spiele ihren Sinn."

Putin hatte mit der Unterzeichnung eines Anti-Homosexuellen-Gesetzes Ende Juni international für Empörung gesorgt, sogar Boykott-Forderungen gegen die Spiele waren laut geworden.

Zuletzt hatte Russlands mächtigster Mann allerdings erklärt, alles dafür zu tun, "dass sich Athleten, Fans und Gäste bei den Olympischen Spielen wohl fühlen, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, der Rasse oder der sexuellen Ausrichtung".

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