Thomas Bach ist seit September 2013 IOC-Präsident © getty

Die russische LGBT-Bewegung hat IOC-Präsident Thomas Bach aufgefordert, noch vor den Winterspielen in Sotschi (7. bis 23. Februar) das umstrittene Anti-Homosexuellen-Gesetz unabhängig untersuchen zu lassen.

"Wir sind zutiefst besorgt darüber, dass es kein klares Statement oder irgendeine Aktion von Seiten des Internationalen Olympischen Komitees gibt", schrieb die Organisation der Lesben, Schwulen, Bi- und Transexuellen an die Nachrichtenagentur "AFP".

Jedes Mitglied der Olympischen Familie solle sich vor einer Regierung hüten, die für die Rechte homosexueller Menschen nicht garantiert, heißt es weiter.

Dabei sei es irrelevant, ob Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt habe, es werde keine Diskriminierung Olympischer Athleten in Sotschi geben.

Putin hatte mit der Unterzeichnung des Anti-Homosexuellen-Gesetzes Ende Juni international für Empörung gesorgt, sogar Boykott-Forderungen gegen die Spiele waren laut geworden. Danach hatte der Staatspräsident erklärt, das Gesetz sei nicht zur Ausgrenzung von "Menschen mit nicht-traditioneller Orientierung" verabschiedet worden.

"Es geht dabei nur um den Schutz Minderjähriger vor öffentlicher Propaganda durch nicht traditionell orientierte Menschen", sagte Putin.

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