DOSB-Generaldirektor Michael Vesper hat die enormen Eingriffe in die Natur beim Bau der Olympia-Anlagen in Sotschi gerechtfertigt und die Sportanlagen als hervorragend gelobt.

Das Ziel der russischen Regierung sei nicht nur, im kommenden Februar die Winterspiele durchzuführen, sondern auf lange Sicht ein Zentrum für Wintersport zu haben, sagte Vesper am Montag dem "Südwestrundfunk".

"Es ist in Sotschi eben alles neu errichtet worden, und das liegt daran, dass Russland als eine der großen und führenden Wintersportnationen der Welt nach dem Zerfall der Sowjetunion über keine eigene Wintersportanlage auf eigenem Staatsgebiet mehr verfügte", erklärte Vesper.

In anderen Ländern hätten sich solche Zentren über Jahrhunderte oder Jahrzehnte entwickelt.

"Dies ist jetzt hier sozusagen in einem Kraftakt durchgeführt worden", sagte der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, der früher für die Grünen stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen war.

Vesper betonte darüber hinaus, es gebe klare Zusicherungen der russischen Regierung an das Internationale Olympische Komitee, sich an die olympische Charta zu halten.

Er wisse allerdings, dass das Demonstrationsrecht nicht nur in Russland häufig mit Füßen getreten werde.

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