Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland LSVD will die Olympischen Winterspiele im Februar 2014 in Sotschi als Plattform für Proteste gegen die Diskriminierung Homosexueller in Russland nutzen.

So soll die Mannschaft des Deutschen Olympischen Sportbundes DOSB nach den Vorstellungen des LSVD Anstecknadeln in Regenbogenfarben tragen.

"Zwar hat das Internationale Olympische Komitee jede politische Äußerung untersagt, aber die Funktionäre werden gewiss keine komplette Nation wegen zivilen Ungehorsams nach Hause schicken", sagte der LSVD-Sportbeauftragte Thorsten Siebert dem "Focus".

Nach der Athleten-Nominierung im Dezember will der LSVD die Sportler anschreiben und sie zum Tragen der Protest-Pins auffordern.

Einen Boykott der Winterspiele, wie ihn zuletzt Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in Erwägung zog, lehnt der LSVD ab.

"Die russische Gesellschaft würde die Homosexuellen für den Boykott verantwortlich machen", sagte Siebert: "Das würde die Lesben und Schwulen im Land eher weiter ins Abseits stellen."

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