Der britische Premierminister David Cameron hat sich gegen einen Boykott der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi als Protest gegen Russlands Anti-Homosexuellen-Gesetz ausgesprochen.

Er sei tief besorgt über die "Schikanierungen von homosexuellen Menschen" in Russland, werde die britischen Athleten aber nicht von den Wettbewerben abziehen.

"Ich teile die Sorgen. Ich denke dennoch, dass wir Vorurteile besser ausräumen können, wenn wir erscheinen", teilte Cameron via "Twitter" mit.

Zuvor hatte auch US-Präsident Barack Obama verdeutlicht, dass er einen Boykott der Winterspiele nicht als Option sieht.

Der Staatschef hält vielmehr Erfolge von homosexuellen US-Athleten für die bessere Antwort auf die diskriminierende Vorschrift.

Per Gesetz steht seit Juni in Russland die Verbreitung von Informationen über Homosexualität an Minderjährige unter Strafe.

Das von Staatspräsident Wladimir Putin unterzeichnete Gesetz hatte in den vergangenen Wochen international Zweifel an der Offenheit und den Gastgeberfähigkeiten Russlands bei den Winterspielen aufkommen lassen.

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