Russlands Präsident Wladimir Putin hat auf den Tag genau ein Jahr vor der Eröffnung der Winterspiele 2014 in Sotschi den Vizepräsidenten des Nationalen Olympischen Komitees entlassen.

Grund für die Absetzung von Achmed Bilalow sind Verzögerungen in der Fertigstellung der Skisprunganlagen. Bilalow wurde zudem seines Amtes als Entwicklungschef für die touristischen Anlagen im nördlichen Kaukasus enthoben.

"Wie kann es sein, dass der Vizepräsident des Nationalen Olympischen Komitees die Entwicklungen behindert?", hatte Putin nach einem Besuch am Mittwoch in RusSki Gorki erbost gesagt und sarkastisch hinzugefügt: "Das haben sie gut gemacht. Sie haben wirklich eine gute Arbeit geleistet."

Ungeachtet der Personalentscheidung startete Russland am Donnerstag mit Feiern im ganzen Land den Ein-Jahres-Countdown für die am 7. Februar 2014 beginnenden Winterspiele.

Als Höhepunkt war am Abend eine Eisshow an den Ufern des Schwarzen Meers im Beisein von Putin und IOC-Präsdent Jacques Rogge geplant.

Vor Besuch der Festlichkeiten wollte Putin gemeinsam mit Rogge und der Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die olympischen Stätten inspizieren.

Zuletzt hatte die Organisation Human Rights Watch die Arbeitsbedingungen auf den Olympiabaustellen angeprangert.

"Die Welt sollte nicht jubeln über Winterspiele in Russland, die auf einem Fundament von Ausbeutung und Missbrauch gebaut werden", heißt es in einem 67-seitigen Bericht.

Mit einem Gesamtetat von rund 51 Milliarden Dollar (37,7 Mrd. Euro) werden die Spiele in Sotschi die teuersten Winterspiele der Geschichte.

Weiterlesen