Als schlechtes Omen für eine Schweizer Olympiabewerbung um die Winterspiele 2022 wird die Ablehnung des Tourismusabgabegesetzes in Graubünden gewertet.

"Ohne das Ja zu diesem Gesetz gibt es keine Olympischen Spiele", hatte Gewerbeverbandsdirektor Jürg Michel, früherer Abgeordneter im Nationalrat, vor dem Votum erklärt.

Nur 34,6 Prozent der Bürger stimmten am Sonntag mit Ja, auch in den vorgesehenen Olympiaorten St. Moritz und Davos wurde das Gesetz gut drei Monate vor dem am 3. März stattfindenden Volksentscheid über künftige Winterspiele abgelehnt.

Dem Bürgervotum geht auch eine strittige Diskussion um die Verwendung von Steuergeldern und eine derzeit negative Haltung der Politik voraus.

Am 10. November 2013 will München ein Bürgervotum starten, um zu klären, ob nach der gescheiterten Bewerbung für 2018 ein neuer Anlauf unternommen werden soll. Auch hier ist die Haltung der Politik noch nicht umfassend klar.

Als mögliche weitere Kandidaten gelten das ukrainische Lwiw sowie Oslo und Barcelona/Pyrenäen. Bewerbungen müssen bis zum 14. November 2013 offiziell vorliegen. Vergeben werden die Spiele im Juli 2015.

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