New York verzichtet auf eine Bewerbung als Ausrichter der Olympischen Sommerspiele 2024.

Dies bestätigte am Mittwoch ein Sprecher des Bürgermeisters der französischen Nachrichtenagentur "AFP".

Zuvor hatte bereits das amerikanische Wall Street Journal berichtet, dass Bürgermeister Bill de Blasio nach Abwägung der Vor- und Nachteile sich gegen die Kandidatur entschieden hat.

Auch Philadelphia wird sich nicht um eine Ausrichtung bewerben, sagte Bürgermeister Michael Nutter.

Erst vor wenigen Tagen hatten die US-Tageszeitung USA Today und die Financial Times berichtet, dass New Yorks Gouverneur Andre Cuomo und de Blasio in einem Gespräch eine Olympia-Kandidatur vom "Big Apple" und die Bildung eines Bewerbungskomitees erörtert hätten.

Jetzt ließ de Blasio jedoch vermelden, dass eine Bewerbung "keinen Sinn" hätte.

Viele Städte bewerben sich für die Spiele, um Touristen anzulocken. Dies hat New York mit jährlich etwa 54 Millionen Besuchern aber nicht nötig.

New York hatte sich zuletzt für die Sommerspiele 2012 beworben und war an London gescheitert.

Der bislang letzte US-Kandidat war Chicago mit seiner Bewerbung um die Spiele 2016, die an Rio de Janeiro vergeben wurden. Zuletzt hatten 2002 bei den Winterspielen in Salt Lake City olympische Wettbewerbe in den USA stattgefunden.

Die letzten Sommerspiele auf amerikanischem Boden wurden 1996 in Atlanta ausgerichtet.

In Philadelphia sprachen vor allem finanzielle Aspekte gegen eine Kandidatur.

"Es kostet Abermillionen an Dollar, um Gastgeber so einer Veranstaltung zu sein", sagte Nutter.

In der Stadt an der Ostküste müsse ein Olympisches Dorf, ein Schwimm- und ein Leichtathletikstadion gebaut werden. Die Hauptstadt des Bundesstaats Pennsylvania hatte sich 1920, 1948, 1952 und 1956 bereits erfolglos um Olympia beworben.

Das offizielle Verfahren für die Spiele 2024 beginnt im kommenden Jahr. Die Entscheidung fällt 2017.

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