Der Gedenk- und Erinnerungsort für die Opfer des terroristischen Anschlags während der Olympischen Sommerspiele 1972 in München nimmt Konturen an.

Der Bund beteiligt sich mit 350.000 Euro an den Gesamtkosten von rund 1,7 Millionen Euro. Die Mittel bewilligte der Haushaltsausschuss des Bundestages auf Antrag der Koalitionsparteien.

Die restlichen Kosten wollen der Freistaat Bayern und die Stadt München übernehmen.

"Ich bin sehr froh, dass wir jetzt aus dem Bundesetat Mittel bereit stellen. Ich glaube, es ist höchste Eisenbahn für so einen Ort. Ich wundere mich, dass diese Entscheidung nicht schon früher gefallen ist", sagte SPD-Haushälter Martin Gerster.

Konzipiert wird der Erinnerungsort von der Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit in Bayern. Als Stätte ist der Olympiapark in München vorgesehen.

Bei dem Massaker während der Olympischen Spiele 1972 waren in München und Fürstenfeldbruck 17 Menschen ums Leben gekommen.

Bei der Geiselnahme am 5. September 1972 hatten bewaffnete Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer September elf Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft als Geisel genommen.

Die Geiselnehmer verlangten die Freilassung von inhaftierten Terroristen. Nach einem missglückten Befreiungsversuch starben alle Geiseln, ein deutscher Polizist und fünf Terroristen.

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