Knapp drei Jahre vor dem Start der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hat der Bürgermeister der Metropole am Zuckerhut die Austragung der Wettkämpfe in seiner Stadt überraschend scharf kritisiert.

"Es ist eine Schande, dass Brasilien die Olympischen Spiele austrägt. Wir werden die Altlasten tragen müssen", sagte Eduardo Paes in einem Interview mit "ESPN", das am Freitag ausgestrahlt werden soll.

So sei es völlig unklar, in welcher Form die Sportstätten nach dem Ende der Spiele genutzt werden sollen. Zudem klagte Paes das Verhalten der Regierung an und monierte das Fehlen einer Strategie.

"Es ist ein Skandal, wie die Dinge hier laufen. Es ist schwer, mit dem Sport in Brasilien angesichts der Qualität unserer Führungskräfte umzugehen. Sie bekleiden ihre Ämter ein Leben lang", sagte der 43-Jährige.

Auch am Fußball-Weltverband FIFA ließ Paes bezogen auf die WM-Endrunde 2014 kein gutes Haar: "Sie interessieren sich nur für die Stadien."

Im Juni war der Confed Cup in Brasilien von teils gewalttätigen Protesten begleitet worden. Die Demonstranten wollten mit ihren Aktionen unter anderem auf die Korruption in dem südamerikanischen Land aufmerksam machen.

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