Politische Gegner im Sport vereint: Die USA wollen mit dem Iran und Russland gemeinsam um die Zukunft des olympischen Ringens kämpfen. Dies betonte Rich Bender, Geschäftsführer des amerikanischen Ringer-Verbandes, vor dem Freistil-Weltcup in dieser Woche in der iranischen Hauptstadt Teheran.

"Das ist das wichtigste Thema bei den Geprächen mit der Führung des iranischen Verbandes", sagte Bender der Tageszeitung USA Today vor seiner Abreise zum Weltcup.

Der US-Verband will Kräfte Bündeln, nachdem die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in der vergangenen Woche beschlossen hatte, die klassische Sportart für die Sommerspiele 2020 aus dem Programm zu nehmen. Die endgültige Entscheidung fällt im September.

Das Aus für das Ringen soll um jeden Preis verhindert werden. "Alle Ressourcen, die einem nationalen Verband zur Verfügung stehen, werden wir nutzen, um das rückgängig zu machen", sagte Bender.

Auch Rulon Gardner, Olympiasieger von 2000, ruft zum geschlossenen Kampf um die Sportart auf.

"Wir müssen alle zusammenholen und gemeinsam auf der gleichen Wellenlänge agieren, zu einhundert Prozent", sagte der 41-jährige Amerikaner: "Andere Länder wie Russland müssen uns helfen. Wir dürfen diesen Sport nicht sterben lassen."

Ringer aus zehn Ländern treten ab Mittwoch in Teheran gegeneinaner an.

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