Thomas Bach, Vizepräsident des Internatinalen Olympischen Komitees (IOC), hat sich als Beteiligter an der Abstimmung um die Streichung des Ringens aus dem Olympiaprogramm 2020 weitgehend einer Wertung entzogen.

Der 59 Jahre alte Wirtschaftsanwalt, Mitglied der 15-köpfigen IOC-Executive, die am Dienstag in Lausanne entschied, meinte: "Es ist stets eine schwierige Entscheidung, das Sportartenprogramm für die Olympischen Spiele zu bestimmen. Für viele Sportarten gibt es gute Argumente. Am Ende muss jedoch eine Auswahl getroffen werden."

Und fügte an: "Der Entscheidung über die 25 Kernsportarten für die Spiele 2020 ging eine ausführliche Evaluation voraus, die in dem bekannten Ergebnis mündete. Nun muss man sehen, wie die Entscheidung der Exekutive bei der nächsten Sitzung in St. Petersburg ausfällt."

Ende Mai wird die IOC-Exekutive in Russland über die Neuaufnahme einer Sportart entscheiden. Zusammen mit den Kandidaten Baseball/Softball, Sportklettern, Karate, Rollersport, Squah, Wakeboaard und Wushu steht Ringen noch einmal zur Wahl.

Doch ein Kommando zurück gilt als unwahrscheinlich. Endgültig bestätigen muss die Entscheidung die 125. IOC-Exekutive im September in Buenos Aires. Dort wird außerdem aus dem Trio Tokio, Madrid und Istanbul der Gastgeber der Sommerspiele 2020 gewählt.

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