Der Moderne Fünfkampf kämpft am Dienstag in der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ums Überleben im Programm der Sommerspiele.

Für Rio de Janeiro 2016 ist dieses noch gesichert, aber für 2020 könnte die vielseitigste aller olympischen Sportarten trotz ihres fast revolutionären neuen Wettkampfformats zu Gunsten einer anderen Sportart gekippt werden: Alle fünf Sportarten sollen künftig im gleichen Stadion binnen fünf Stunden ausgetragen werden.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir im Programm bleiben. Der Moderne Fünfkampf ist eine von Pierre de Coubertin, dem Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, ins Leben gerufene Sportart. Sie ist über alle Kontinente verbreitet und mit ihrem neuen Wettkampfformat für Zuschauer und Medien hochattraktiv", sagt Klaus Schormann vor der IOC-Tagung am Dienstag und Mittwoch in Lausanne. Der Hesse (66) ist seit 20 Jahren Präsident des Weltverbandes für Modernen Fünfkampf (UIPM).

Auch Lena Schöneborn, Olympiasiegerin von Peking 2008, gibt sich optimistisch. "Selbst wenn sich die Exekutive gegen den Modernen Fünfkampf aussprechen sollte, gäbe es immer noch die Chance, dass sich die Vollversammlung im September in Buenos Aires anders entscheidet", sagt die 26-Jährige, die mit 18 WM- und EM-Medaillen zu den erfolgreichsten Athleten der Sportart zählt.

Das IOC hat zwar für die Winterspiele 2014 in Sotschi zwölf neue Wettbewerbe aufgenommen (nun 98), will aber bei den Sommerspielen das Programm nicht weiter ausufern lassen. Es soll 2020 (Kandidaten: Tokio, Madrid, Istanbul) bei 28 Sportarten bleiben. Mindestens eine wird herausfallen, vielleicht auch alternativ Taekwondo oder eine dritte. Dafür soll eine neue Trandsportart aufgenommen werden: Rollsport, Sportklettern, Squash, Wakeboard oder Wushu. Oder es gibt die Rückkehr zu Baseball/Softball, das für 2012 aus dem Programm genommen worden war.

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