Mit einem kompakten neuen Wettkampf-Format versucht der Moderne Fünfkampf seine olympische Zukunft zu sichern.

"Wir haben unser Konzept über Jahre medien- und zuschauerfreundlich weiterentwickelt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die vielseitigste aller Sportarten auch nach Rio de Janeiro 2016 weiter im Programm bleibt", sagt Klaus Schormann, seit 20 Jahren Präsident des Weltverbandes UIPM.

Lange bevor 2016 in Rio erstmals bei Sommerspielen alle fünf Disziplinen binnen fünf Stunden in einem Stadion absolviert werden, wird es schon ernst für die olympische Traditionssportart: Am 12./13. Februar trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC) bei seiner Exekutivsitzung in Lausanne Vorentscheidungen über das Programm für 2020.

Wenn am 7. September die Entscheidung darüber fällt, ob Tokio, Madrid oder Istanbul die Spiele erhalten, wird auch geklärt, ob der Moderne Fünfkampf oder Taekwondo aus der Sportartenpalette herausfallen.

Klaus Schormann sieht seine Sportart nach der erfolgreichen Premiere des Combined-Formats mit der Laserpistole 2012 bei Olympia in London gut vorbereitet.

Der Modus der Sportart wurde noch stärker verändert als seinerzeit im Biathlon, der dann in der Beliebtheitsskala der Wintersportarten nach oben schnellte. Künftig kann ein Zuschauer alle Disziplinen binnen fünf Stunden mit einem Ticket vom gleichen Sitzplatz aus beobachten.

Wichtiger Bestandteil des neuen Konzepts wird ein neuer Modus im Fechten sein, das nur noch auf einer Planche ausgetragen wird. Basierend auf den Ergebnissen eines am Vortage ausgetragenen Vorkampfes treten die Athletinnen bzw. Athleten im K.-o.-System gegeneinander an und fechten ihre jeweiligen Plätze aus.

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