Ein Mangel an qualifizierten Trainern und deren schlechte Bezahlung gefährden auf dem Weg zu Olympia 2016 in Rio de Janeiro den angestrebten Erfolg des deutschen Sportes. Dies war der Tenor beim Auftakt der dreitägigen Bundestrainer-Konferenz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit rund 150 Teilnehmern am Montag in Leipzig.

"Der deutsche Sport hat zu wenig gut ausgebildete Trainer und sie werden nicht adäquat bezahlt", betonte Bernhard Schwank als Sportdirektor des DOSB und verwies auch auf das schlechte Berufsbild der Trainer, das den Einstieg qualifizierter Kandidaten in den Hochleistungssport verhindere.

Die Bezahlung der Trainer sei nur in den Verbänden gut, die wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Deutsche Ski-Verband (DSV) anders als die Amateurverbände eigene Mittel rekrutieren könnten.

Laut Schwank gibt es bei den deutschen Bundestrainern noch ein Defizit von rund zwei Millionen zu den angestrebten adäquaten Gehältern, die in etwa Lehrer an Schulen erhielten.

Auch laut Arndt Pfützner, Direktor des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig, ist das Training der Schlüssel zum sportlichen Erfolg.

Während beim DOSB grundsätzlich Zufriedenheit mit der Olympiabilanz bestand, die nach Medaillen (44) Rang fünf in der Welt widerspiegelte, so zeigte sich Pfützner besorgt über eine andere Entwicklung: "Bei Olympia 2008 waren 13 Sportarten ohne Medaillen, diesmal sogar 19. Das ist ein Rückgang um 46 Prozent."

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