Die Skepsis großer Metropolen gegenüber der Ausrichtung Olympischer Spiele breitet sich weiter aus.

Eine Kandidatur von Paris für die Sommerspiele 2024 erscheint nach ablehnenden Aussagen seiner neuen Bürgermeisterin Anne Hidalgo ausgesprochen unwahrscheinlich.

Zuletzt hatten im Wochenverlauf hatten schon die US-Städte New York und Philadelphia abgewunken.

"Olympische Spiele gehörten nicht zu meinem Wahlprogramm. Die Pariser Bürger erwarten von mir mehr Wohnungen, Verbesserungen im öffentlichen Dienst und wirtschaftlichen Wohlstand. Deswegen und wegen der finanziellen und haushaltsrechtlichen Zwänge ist es mir nicht möglich zu sagen, dass ich eine solche Bewerbung unterstütze", sagte die sozialistische Politikerin in New York auf ihrer ersten Auslandsreise seit ihrem Amtsantritt vor Monatsfrist.

Hidalgo wollte die Tür für Olympia an der Seine 100 Jahre nach den Sommerspielen in Frankreichs Hauptstadt allerdings auch noch nicht endgültig zuschlagen. "Ich werde abwarten, was unsere Sportler und die Arbeitsgruppen, die Chancen einer Olympia-Bewerbung prüfen, empfehlen. Wenn diese Erkenntnisse vorliegen, werde ich meinen Standpunkt festlegen."

Angesichts der notwendigen Milliarden-Ausgaben hat sich in vielen Teilen der Welt in den vergangenen Monaten Olympia-Müdigkeit ausgebreitet.

Für die Winterspiele 2022 schrumpfte der Kandidatenkreis nach Volksentscheiden mit ablehnenden Ergebnissen in München und Krakau deutlich zusammen, zumal Meinungsumfragen auch beim potenziellen Kandidaten ein "Nein" der Bürger in Norwegens Hauptstadt Oslo erwarten lassen.

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