Thomas Bach ist Präsident des IOC © imago

IOC-Präsident Thomas Bach treibt die Pläne für seine "Agenda 2020" voran.

Am Donnerstag benannte der 60-Jährige 14 prominent besetzte Arbeitsgruppen, die sich mit unterschiedlichen Reformthemen befassen sollen. Dabei stehen eine Überarbeitung der Vergabeverfahren für Olympische Spiele sowie ein olympischer TV-Kanal im Zentrum der Überlegungen.

Letzteren erklärte der frühere DOSB-Präsident zur Chefsache und wird der Arbeitsgruppe vorstehen.

Die Arbeitsgruppen sollen sich mit konstruktiven Vorschlägen von Olympischen Komitees (NOK), internationalen Sportverbänden, aber auch der allgemeinen Öffentlichkeit befassen und ihre Kernvorschläge in der außerordentlichen IOC-Session am 6. und 7. Dezember 2014 in Monte Carlo einbringen.

In den 14 IOC-Teams finden sich auch alte Weggefährten Bachs wieder.

So ist etwa DOSB-Generaldirektor Michael Vesper Teil des wichtigen Ressorts, das sich um mögliche Änderungen im Olympia-Vergabeverfahren kümmert. Claudia Bokel, Chefin der IOC-Athletenkommission und Exekutiv-Mitglied, ist in zwei Arbeitsgruppen vertreten, in einer davon als Vorsitzende ("Schutz sauberer Athleten").

Auch DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank, UN-Sonderbotschafter Willi Lemke, der deutsche Fünfkampf-Präsident Klaus Schormann, Star-Geigerin und Sotschi-Teilnehmerin Vanessa Mae oder Biathlon-Ikone Ole Einar Björndalen gehören der Expertise an.

Ein eigener TV-Kanal bleibt derweil eines der wichtigsten Projekte Bachs.

Er koordiniert die entsprechende Arbeitsgruppe, zu der unter anderem der ehemalige WADA-Präsident Richard Pound gehört.

Bach hatte zuletzt höchstpersönlich eine Verlängerung des TV-Vertrags mit dem US-Sender NBC ausgehandelt, die dem IOC von 2021 bis 2032 die Rekordsumme von 5,5 Milliarden Euro einbringt.

Soviel hat das IOC noch nie für sein Premiumprodukt TV-Rechte kassiert.

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