Sportschützin Christine Wenzel hat Defizite in der deutschen Sportförderung und fehlende finanzielle Anreize angeprangert.

"Der Sport hat keine Lobby mehr hierzulande. Es werden Gelder von oben nach unten gestrichen, bei uns sogar für Trainingslager und Lehrgänge. Deutschland schafft den Sport ab", sagte die viermalige Weltmeisterin im Gespräch mit der "FAZ" (Freitagsausgabe).

Zudem kritisierte die 32-Jährige fehlende Attraktivität und zu geringe Prämien bei Großveranstaltungen im Vergleich zu anderen Nationen: "Das ist frustrierend, denn irgendwo müssen doch auch Anreize geschaffen werden. Ganz ehrlich, 15.000 Euro für eine Goldmedaille bei Olympia, das ist ein Witz."

Trotz der Missstände will Wenzel, die sich neben dem Sport als Arzthelferin und Soldatin finanziert, mindestens bis zu den Spielen 2016 in Rio de Janeiro aktiv bleiben.

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