Friedrich ist seit dem 3. März 2011 Bundesminister des Innern © getty

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat die Veranstaltung Olympischer Spiele zum deutschen Ziel erklärt.

Bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Samstag in Wiesbaden dämpfte der für den Sport zuständige Minister allerdings die Hoffnung des Sports auf deutlich mehr finanzielle Mittel.

Zugleich würdigte der CSU-Politiker das Wirken von IOC-Präsident Thomas Bach für den deutschen Sport.

Zu den am Bürgervotum gescheiterten Projekt Olympische Winterspiele 2022 sagte Friedrich: "Man wird stark, weil man aus der Niederlage lernt. Es ist auch die Gelegenheit eines Landes, sich zu präsentieren in der ganzen Welt. Wir werden Olympia nicht aus den Augen verlieren. Das größte Sportereignis der Welt wird ein Ziel bleiben."

Angesichts der DOSB-Erhebung, man habe über die jährlichen Mittel von 150 Millionen Euro hinaus einen Mehrbedarf von 38 Millionen und bei den Sportstätten gebe es einen Sanierungsstau von 42 Millionen Euro, meinte Friedrich.

"Ich glaube nicht, dass ein Zig-Millionen-Wunschzettel weiterhilft. Wir müssen uns im gesamten Bundeshaushalt fragen, wie wir die Gelder umschichten können. Diese Aufgabe kommt auch auf die Sportverbände zu. Es geht auch darum, das eine oder andere nicht mehr zu machen."

Friedrich lobte ausdrücklich Thomas Bach, den neuen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der am Samstag zum DOSB-Ehrenpräsidenten gewählt wurde.

"Thomas Bach hat alles richtig gemacht. Er hat dafür gesorgt, dass der deutsche Sport eine gesellschaftliche Kraft wurde. Und seine Wahl zum IOC-Präsidenten war ein Stück Anerkennung für unser Land. Ein Grund stolz zu sein für alle deutschen Sportler und Sportpolitiker."

Für Bachs Vorhaben, im IOC neue Wege zu gehen, "drücken wir ihm die Daumen."

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