Thomas Bach ist seit dem 10. September 2013 IOC-Präsident
Thomas Bach ist seit dem 10. September 2013 IOC-Präsident © getty

IOC-Präsident Thomas Bach will mit einer "Agenda 2020" die Olympische Bewegung reformieren.

Das Werk soll dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) den Weg für die kommenden Jahre vorgeben und nach Möglichkeit Ende 2014 fertiggestellt sein.

Den Startschuss für das neue Projekt sieht Bach auf dem Treffen der IOC-Exekutive, die am kommenden Dienstag in Lausanne erstmals unter seiner Führung zusammenkommt. Danach will das Gremium in Montreux vier weitere Tage lang in Klausur gehen.

"Ich erwarte viele gute Ideen. Das ist der Start des Dialogs, den ich in meinem Wahlprogramm zum IOC-Präsident versprochen habe", sagte der 59-Jährige am Mittwoch in einem Telefon-Interview mit internationalen Medien. Er erhoffe sich einen regen Austausch mit den Teilnehmern über deren Ideen und Erfahrungen:

"Das ist Teil eines Projektes, das wir Olympische Agenda 2020 nennen."

In Lausanne und Montreux sollen unterschiedliche Anregungen und Vorschläge zur Ausrichtung des IOC zusammengetragen werden. Bei der 126. IOC-Session vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi (7. bis 23. Februar) werde der Agenda ein ganzer Tag gewidmet. Die Resultate müssten im Anschluss in Komissionen und Arbeitsgruppen diskutiert werden.

"Wenn alles gut geht, hoffe ich, dass wir Ende des nächsten Jahres die Olympische Agenda 2020 fertig haben", sagte der frühere Weltklasse-Fechter.

Bach erklärte weiter, dass er das Thema Jugend als eine der wichtigsten Prioritäten seiner Arbeit ansehe. "Wichtig dabei ist die Frage: Wie können wir die Jugend dazu bringen, Sport zu treiben", sagte Bach.

Dazu wolle man die Zusammenarbeit mit der der Weltkulturorganisation UNESCO ausbauen und darauf drängen, den Sportunterricht in den Schulen zu intensivieren. Auch wolle man verstärkt die sozialen Medien nutzen, um die Jugend zu mehr Sportbeteiligung zu annimieren.

Wie Bach darüber hinaus betonte, werde er in absehbarer Zeit Brasilien als Ausrichterland der nächsten Olympischen Sommerspiele 2016 besuchen. In der vergangenen Woche seien bereits Experten des IOC vor Ort gewesen und hätten die Sportstätten inspiziert.

"Sie haben berichtet, dass es dort einen guten Fortschritt gibt. Ich denke, das Organisationskomitee arbeitet gut. Aber auf der anderen Seite ist keine Zeit zu verlieren", sagte der neue IOC-Chef. Das IOC wolle zeigen, dass es das dortige Organisationskomitees unterstützt. "Das ist der Grund, warum ich in den nächsten Monaten nach Brasilien reise", betonte Bach.

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