DOSB-Präsident Alfons Hörmann bekommt bei den Olympia-Bewerbungen für 2024 und 2028 Gegenwind
Hörmann übernahm 2006 das Amt des Vizepräsidenten Marketing bei der IBU © getty

An dem designierten DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann geht das Kartellamtsverfahren wegen möglicher illegaler Preisabsprachen nicht spurlos vorüber.

"Sagen wir mal so: Es gibt angenehmere Begleitumstände, in solche Tage zu gehen", sagte Hörmann mit Blick auf die Präsidentenwahl des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Samstag in Wiesbaden.

Hörmann betonte, dass das DOSB-Präsidium "nach eingehender Prüfung und intensiver Erörterung mit dem Corporate-Governance-Beauftragen Jürgen Thumann klar kommuniziert" habe, dass "dieses Thema keinerlei Auswirkungen auf meine Kandidatur hat". Diese Prüfung sei für ihn "maßgeblich und ein zusätzlicher wichtiger Vertrauensbeweis".

Gegen Hörmann läuft derzeit ein Verfahren, das sich auf eine Zeit bezieht, in der der noch amtierende Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV) Unternehmer in der Tonziegelbranche war.

Die Firma Creaton AG, deren Geschäftsführer Hörmann war, steht in Verdacht, vor sieben Jahren illegale Preisabsprachen getroffen haben.

Derzeit prüft die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf den Fall. Möglicherweise fällt bis zur Mitgliederversammlung des DOSB die Entscheidung, ob der Fall an das Oberlandesgericht übergeben wird. Hörmann hat die Vorwürfe stets bestritten.

Hörmann ist bei der Präsidentenwahl am Samstag der einzige Kandidat. Seine Wahl gilt als sicher.

Er wäre Nachfolger von Thomas Bach, der am 10. September zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt worden ist.

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