Vor seiner Wahl zum DOSB-Präsidenten droht Alfons Hörmann möglicherweise ein Prozess wegen der Beteiligung an Preisabsprachen seines damaligen Unternehmens in der Dachziegel-Branche.

Wie die "FAZ" berichtet, wurde 2008 unter anderem der Creaton AG, die Hörmann als Vorstandsvorsitzender bis 2010 leitete, vom Bundeskartellamt eine "Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen bei Tondachziegeln" vorgeworfen.

Die drohenden Bußgeldzahlungen für die Firma belaufen sich auf 66 Millionen Euro. Hörmann selbst ist gegenüber der "FAZ" optimistisch: "Ich habe seit fünf Jahren vom Verfahren nichts mehr gehört und hoffe auch, nichts mehr zu hören."

Er habe den "gut akzeptablen Status, dass wir aus meiner Sicht in jeder Hinsicht schadlos gehalten werden".

Ob es tatsächlich zum Prozess vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf kommt, hängt von den Ermittlungsergebnissen der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ab, die in den nächsten Wochen erwartet werden.

Hörmann soll am 7. Dezember auf der DOSB-Mitgliederversammlung in Wiesbaden zum Nachfolger von Thomas Bach gewählt werden, der im September zum ersten deutschen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt wurde.

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