Das Bundesinnenministerium hat verärgert auf Forderungen des Deutschen Olympischen Sportbundes nach erheblich mehr Geldern reagiert.

"Forderungen des deutschen Sports nach mehr Fördermitteln haben fast rituellen Charakter", heißt es in einer offiziellen Reaktion des BMI nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Forderung sei unverständlich.

"Sehr fragwürdig erscheinen die angeblichen Pläne des DOSB, durch Einsatz einer Werbeagentur - auf Kosten seiner Mittel - seinen Vorstellungen Nachdruck verleihen zu müssen", hieß aus dem Ministerium.

Aus Sorge um die internationale Konkurrenzfähigkeit seiner Spitzenathleten im Wettstreit um Titel und Medaillen setzt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf mehr Geld vom Staat.

Eine interne Kommission unter der Leitung von Christa Thiel, Präsidentin des Deutschen Schwimmverbandes, hat nach einem "FAZ"-Bericht einen Mehrbedarf von jährlich 38 Millionen Euro errechnet.

Damit stiege der Beitrag der Steuerzahler für die Finanzierung des olympischen Spitzensports von derzeit 113 Millionen Euro auf gut 150 Millionen Euro.

Die Gesamtförderung des Sports durch das Bundesinnenministerium (BMI) würde von 130 Millionen Euro im Jahr 2013 auf knapp 170 Millionen Euro ansteigen.

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