Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) fordert im Wettstreit um Titel und Medaillen mehr Geld vom Staat.

"Wir werden nach den Koalitionsverhandlungen sehen, wer in Zukunft Verantwortung für den Sport übernehmen wird, und dann der neuen Bundesregierung und dem neuen Parlament den Finanzbedarf des Spitzensports darstellen", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper der "FAZ".

Eine interne Kommission unter der Leitung von Christa Thiel, Präsidentin des Deutschen Schwimmverbandes, hat nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" einen Mehrbedarf von jährlich 38 Millionen Euro errechnet.

Damit stiege der Beitrag der Steuerzahler für die Finanzierung des olympischen Spitzensports von derzeit 113 Millionen Euro auf gut 150 Millionen Euro.

Die Gesamtförderung des Sports durch das Bundesinnenministerium würde von 130 Millionen Euro im Jahr 2013 auf knapp 170 Millionen Euro ansteigen.

Die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag (SPD), zeigte sich überrascht von dem geplanten Vorstoß.

"Es wird Weihnachten. Da werden Wunschzettel geschrieben", sagte Freitag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Sie sei erstaunt darüber, "eine solche Zahl in der Zeitung zu lesen. Wir haben keinen realistischen Spielraum zur Erfüllung einer solchen Forderung."

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