Ski-Präsident Alfons Hörmann hat im Rennen um die Präsidentschaft im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einen ersten Gegenkandidaten erhalten.

Der Hanauer Geschäftsmann Ulrich Bittner hat seinen Hut in den Ring geworfen und will bei der Wahl des Nachfolgers von IOC-Präsident Thomas Bach am 7. Dezember in Wiesbaden gegen Hörmann antreten.

"Ich habe meine Kandidatur am 9. November über Präsident Jürgen Kyas vom Deutschen Boxsport-Verband beim DOSB eingereicht", sagte der 55-Jährige Boxfunktionär.

"Ich sehe mich nicht in erster Linie als Gegner von Hörmann, sondern als eine zusätzliche Alternative", meinte der Hanauer Unternehmer, der in seiner Heimatstadt ein Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern im Baugewerbe führt.

Die sportlichen Wurzeln von Bittner liegen im Fußball.

Sein Vater war Schatzmeister und Vize-Präsident beim früheren Bundesligisten Kickers Offenbach, dort hatte sich auch Bittner engagiert. Seit rund fünf Jahren ist er im deutschen Boxen aktiv.

Zunächst führte er die Hanauer Box-Staffel in die 1. Bundesliga, anschließend übernahm er die Leitung von "Team Germany" in der World-Series of Boxing (WSB), einem neuen Programm des Amateurbox-Weltverbandes AIBA.

Dafür hat er nach eigenem Bekunden in den letzten Tagen auch den früheren Profi-Weltmeister Graciano Rocchigiani engagiert.

"Wir haben dem DOSB ein Schreiben mit Bittners Bewerbung ordnungsgemäß und rechtzeitig zugeleitet", sagte DBV-Sportdirektor Michael Müller.

Allerdings gilt Bittner als chancenloser Kandidat. In der vergangenen Woche hatten sich sämtliche Spitzensportverbände auf einer Sitzung in Frankfurt/Main für Hörmann ausgesprochen - offenbar auch der DBV. "Bittner stand gar nicht zur Wahl. Er gehörte dort nicht zu den Kandidaten. Deshalb konnten wir ihn nicht wählen", sagte Müller.

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