Dreieinhalb Wochen vor der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 hat sich der ehemalige 100-Meter-Weltrekordler und Olympiasieger Donovan Bailey für Istanbuls Kandidatur stark gemacht.

"Ich liebe diese Stadt. Sie bietet das Beste aus zwei Welten, eine Mischung aus Kulturen, Europa und Asien", sagte der kanadische 100-Meter-Olympiasieger von 1996 dem Branchenportal "Inside the games".

Der 45 Jahre alte Bailey war in den 90er-Jahren für den Istanbuler Traditionsclub Fenerbahce gestartet und hatte in der Millionenmetropole am Bosporus sogar längere Zeit gelebt.

Den türkischen Dopingskandal wertete Bailey als positives Signal für Istanbuls Bewerbung.

Es zeige, dass das Testsystem in der Türkei funktioniere.

31 türkische Athleten waren kurz vor Beginn der Leichtathletik-WM wegen Dopings gesperrt worden, der Präsident des türkischen Leichtathletik-Verbands war zurückgetreten.

"Was sie im Moment machen, ist genau richtig. Sie treffen harte Entscheidungen und stellen ihr Leichtathletik-Programm damit auf eine saubere Basis", sagte Bailey.

Istanbul bewirbt sich neben Madrid und Tokio um die Spiele 2020.

Die 125. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entscheidet am 7. September in Buenos Aires über den Gastgeber des Ringe-Spektakels.

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