US-Präsident Barack Obama hat sich sechs Monate vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi kritisch zum Umgang der russischen Regierung mit Schwulen und Lesben geäußert.

"Die sexuelle Orientierung sollte keine Rolle spielen. Wenn Russland den olympischen Geist hochhalten will, dürfen nur die Leistungen auf der Strecke, im Schwimmbecken oder auf dem Schwebebalken zählen", sagte der 52-Jährige in der "Tonight Show" des Talkmasters Jay Leno mit Beispielen aus dem Programm von Sommerspielen.

Russland hatte zuletzt ein von Präsident Wladimir Putin unterzeichnetes Gesetz verabschiedet, das die Verbreitung von Informationen über Homosexualität an Minderjährige unter Strafe stellt. Ausländer, die gegen den Passus verstoßen, können unter Umständen für 15 Tage unter Arrest gestellt oder des Landes verwiesen werden.

Auch öffentliche Liebesbekundungen unter gleichgeschlechtlichen Partnern können verfolgt werden.

Sorgen macht sich Obama bei aller Kritik keine. "Ich denke, dass Russland und Putin viel dafür tun, dass alles bei Olympia klappt. Und ich glaube, sie wissen, dass in den meisten teilnehmenden Ländern eine Ungleichbehandlung von Schwulen und Lesben nicht akzeptiert würde", sagte Obama.

Unterdessen wurde dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) am Mittwoch eine von 320.000 Personen unterzeichnete Petition übergeben.

In dieser stellen sich die Aktivisten gegen die russische Politik und appellieren an das IOC, die Einhaltung der olympischen Ideale wie Freundschaft und Respekt zu gewährleisten.

Weiterlesen